Fragen an Prof. Paul Unschuld zur  aktuellen Übersetzung des antiken Klassiker Ling Shu

 Was hat Sie dazu bewegt den antiken Klassiker Ling Shu, welcher über 2000 Jahre alt ist, für die moderne westliche Welt zu übersetzen?

Seit mehr als 45 Jahren beschäftige ich mich mit der Geschichte der Medizin und Pharmazie in China und dem Vergleich der heilkundlichen Traditionen Europas und Chinas. Nachdem ich vor vielen Jahren zunächst das Nan Jing und dann, gemeinsam mit Hermann Tessenow, das Su Wen erstmals auf der Grundlage strikter philologischer und historischer Methodik in eine westliche Sprach übersetzt hatte, blieb noch das Ling Shu als ein zentraler Text vom Beginn der Entwicklung einer chinesischen Medizin auf der Grundlage einer säkularen naturgesetzlichen Weltanschauung, das sind die Yin-Yang- und Fünf-Phasen-Theorien. Ursprünglich hatte ich gar nicht vor, den Text in seiner Gesamtheit zu übersetzen. Aber nachdem ich einige Kapitel genauer angeschaut hatte, wurde mir bewußt, dass von allen Texten, die ich bisher übersetzt hatte, das Ling Shu der wohl faszinierendste ist. Daraufhin habe ich eine vollständige Übersetzung angefertigt, die nun vorliegt.

Ist es überhaupt möglich, die Denkweise der damaligen Zeit für den heutigen Leser verständlich rüber zu bringen?

In meinen Vorlesungen zur Geschichte der chinesischen Medizin lege ich einen Schwerpunkt immer wieder darauf, den Studenten zu verdeutlichen, dass uns zwar 2000 Jahre von den Autoren der Han-Zeit trennen, dass aber dennoch keine irgendwie geartete Barriere existiert, die es uns unmöglich machen

Visionen fördern mit dem Dritten Auge

Jede Form des Sehens,  Sitz der Erkenntnis, Mehr Einsichten, Intuition, Klarheit des Verstandes

Das Dritte Auge – 6. – gemeinsam spielt gemeinsam mit dem Herz-Zentrum – 4. – eine herausragende Rolle, als „Sitz der Erkenntnis“. Es dient der Einsicht in das Wesen von Erkrankungen, dem Erkennen von Zusammenhängen und Hintergründen.

Jede Form des Sehens, sowohl das visuelle Erkennen, als auch das Sehen von Energien ist eine Funktion des 6. Chakra. Man sieht hinter der Oberfläche der Phänomene deren Wesen. Man erkennt z.B. den wahren Gehalt und die Qualität eines Kunstwerkes oder die Bedeutung von Träumen.

Bei geöffnetem  Dritten Auge besitzt man visionäre Fähigkeiten und hat eine gute Intuition. Das Denken ist durch Klarheit des Verstandes geprägt und von einer äußerst prägnanten Unterscheidungsfähigkeit (unterscheidende Vernunft). Dies sind einige Beschreibungen des Dritten Auges, die jedoch das volle Wesen des Dritten Auges noch wenig beleuchten. Durch Übungen zum Entwickeln des Dritten Auges wird dieses „Organ“ erst erfahrbar und so auch für die Therapie nutzbar.

Optimieren der Wirksamkeit der Akupunktur

Gabriel Stux

Zusammenfassung: 30 Modalitäten zur Intensivierung der Akupunktur Wirkungen aus 30 Jahren täglicher Akupunktur Praxis. 

Die Intensivierung der Akupunkturanwendung erfolgt mit zusätzlichen Modalitäten wie Atemtherapie, Qi Gong, Akupressur, Moxibustion oder Meditation. 

Diese Methoden begleiten die übliche Akupunktur und unterstützen sie wirkungsvoll. Hier findet sich die Februar Publikation. Weitere Informationen sind  im Newsletter von www.Akupunktur-aktuell.de zu finden.

Helle Stirn und klarer Kopf  

Spannung und Schmerzen der Stirn und des Kopfes werden oft durch Symptome wie Konzentrationsstörungen und Unklarheit im Kopf begleitet.

Nach Vorstellungen der Chinesichen Medizin beruhen diese Symptome auf  Blockaden der Lebensenergie, auf  Stagnation im Fließen von Leber-Qi. Begleitend kann auch Schleim – das chinesische Tan – hinzukommen, dann ist  das Denken difus.

Antike Klassiker der Chinesischen Medizin:
Ling Shu

Neu erschienen im Januar 2015-01-29
Aus dem Chinesischen übersetzt von Paul U. Unschuld 
Cygnus Verlag Berlin 893 S.   € 79,00  ISBN 978-3-926936-17-2  

Eine streng am antiken Wortlaut orientierte Übersetzung des Ling Shu in eine westliche Sprache existierte bisher nicht. Mit dem hier vorgelegten Band schließt Prof. Paul Unschuld seine Trilogie der deutschen Versionen der drei zentralen Texte der antiken chinesischen Medizin nun ab.

Nachdem er ursprünglich das Nan Jing und dann über viele Jahre, gemeinsam mit Herrmann Tessenow, das  Su Wen ins Englische übersetzt hatte und diesen englischen Ausgaben dann eine deutsche Version zur Seite stellte, hat er das Ling Shu jetzt zunächst ins Deutsche übersetzt.

Während die Leser der deutschen Version des Su wen und des Ling shu auf die englischen Ausgaben zurückgreifen müssen, wenn sie Zugriff auf den reichen Anmerkungsapparat haben möchten, ist diese Ling Shu Übersetzung ins Deutsche in zweifacher Hinsicht vollständig. Sie bietet, Abschnitt für Abschnitt immer abwechselnd, den chinesischen Originaltext in der klassischen Langzeichenschrift und zudem eine Vielzahl philologischer Anmerkungen, vornehmlich aus chinesischen Primär- und Sekundärquellen, zu textlichen Varianten, möglichen Schreibfehlern, späteren Einschüben und Kommentaren und anderen Punkten, die das Verständnis des Textes ganz wesentlich erleichtern.

Optimieren der Wirksamkeit der Akupunktur: Freies Fließen von Qi – das „Flow“

Das freie Fließen des Qi ist das Ziel jeder guten Akupunkturbehandlung.
Free Flow“ ist ein wichtiges Ziel auch im Sport. Die fließende Qualität der Qi Lebenskräfte ist von besonderem therapeutischen Wert.

Blockaden des Fließens von Qi sind Ursache von Schmerzen, von Verspannungen, von Bewegungseinschränkungen, von Steifigkeit aber auch von Migräne und Kopfschmerzen. Die entspannte Leber ist der wichtigste „Motor“ für das freie Fließen von Emotionen und von frei fließenden Muskelbewegungen.

In der Akupunktur Therapie erreicht man ein besseres Fließen mit den bekannten einfachen Punktekombinationen wie Hegu Di. 4 und Taichong Le. 3 sowie mit
Gb. 34. Auch andere bekannte Punkte wie Baihui Du 20  oder gerade Gb. 20 und 21 fördern das freie Fließen von Qi.

Alle Punkt die in Blockaden gesetzt werden, die A-Shi Punkte und deren  manuelle Stimulation, lösen stagniertes Qi und fördert so das freie Fließen.

Bei guten Akupunkturbehandlung verspürt der Patient während der Sitzung ein fließendes Gefühl im Körper, das anregend, oft sogar euphorisierend empfunden wird. Eine Fokussieren auf eine betonte Ausatmung kann diese Empfindungen verstärken.